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Großübung für einen sicheren Sommer am See

Veröffentlichungsdatum12.06.2024Lesedauer7 Minuten
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Einsatzorganisationen und die Schmittenhöhe Schifffahrt trainieren für einen sicheren Schifffahrtsbetrieb am Zeller See.

 

11.06.2024: Als „Übungsszenario“ diente die Annahme eines Fettbrandes in der Schiffsküche mit Verrauchung des Innendecks auf der MS Schmittenhöhe. Aufgrund des Brandes war das Schiff in der Annahme auch manövrierunfähig, um es den Einsatzkräften so schwer als möglich zu machen! Schwierig waren auch die zu bewältigenden und auch im Realeinsatz nie vorhersehbaren Wetterbedingungen. Wind und Wellen verlangen von den Bootsbesatzungen beim sorgfältigen Anlegen an einem Schiff, bei der Übergabe und Übernahme von Personen an Bord viel Ruhe und Geschick! Der Regen machte die Decks rutschig weswegen von den Einsatzmannschaften bei all ihren Handlungen sorgfältig und mit extra Sicherungen gearbeitet werden musste.  Wer im Training die schwierigen Dinge übt, wird im Einsatz unter Stress bestehen können, da sind sich die Verantwortlichen von Einsatzorganisationen und Schifffahrt sicher. 

Die erste Aufgabe war es den Einsatzraum abzusichern, eine Verbindungsperson mit Funk auf das Schiff zu bringen, um ein ordentliches Lagebild zu erhalten und damit die notwendigen Maßnahmen planen zu können. In weiterer Folge mussten Atemschutzträger der Feuerwehr auf das Schiff gebracht werden, um den Brand im Innenraum zu löschen. Personen mussten durch Sanitäter versorgt, gerettet und per Boot abtransportiert werden. Mehrere Mitarbeiter der SchmittenhöheAG dienten diesmal als „Fahrgäste“. Der gesamte Ablauf, als auch die Einzelaufträge wurden von mehreren Einsatzleitern, Betriebsleitern und Kapitänen sowie Beobachtern wie dem Katastrophenschutzreferenten der Bezirkshauptmannschaft Zell am See beobachtet und in der Folge auch rückgemeldet. Ziel der Übung war das Kennenlernen des Sonderalarmplanes der Schifffahrt für die jungen Mitglieder, als auch die Übung von Koordination und Kommunikation zwischen den Einsatzorganisationen.

„Gemeinsames Üben schafft zum einen Vertrauen in eigene Fähigkeiten und das Können der Kamerad:innen anderer Organisationen. Zum anderen sind Szenarien wie dieses nur in der Zusammenarbeit aller bewältigbar! Die Übung hat bewiesen, dass wir auch mit vielen jungen Mitgliedern der Einsatzorganisationen in der Lage sind, professionell und schnell Hilfe leisten zu können. Der Schmittenschifffahrt danken wir für die Übungsmöglichkeit und wünschen stets eine handbreit Wasser unter dem Kiel! Mit der Übung kann die Schifffahrt in eine ruhige Sommersaison starten, sie haben neben dem Fahrplan auch funktionierende Notfallpläne!“, schließt Ausbildungsleiter Kling Michael ab.

Rückfragen richten Sie bitte an:

SAMARITERBUND Österreich
Gruppe Wasserrettung Zell am See

Rettungsrat Mag. Kling Michael
Seespitzstraße 9, 5700 Zell am See
Mobil: 0664 / 1 393 393
E-Mail: 
info@wasserrettung-zellamsee.at
www.wasserrettung-zellamsee.at


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Trainiert wurde auch das Retten unter besonderen Umständen. In diesem Fall musste ein Rollstuhlfahrer auf das Einsatzboot gerettet werden.

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Polizeiboot, Feuerwehrboot, die beiden Wasserrettungsboote sowie die Schiffe der Schmittenschifffahrt waren an der Übung beteiligt.


Foto 20240611 Großübung für einen sicheren Sommer am See 03 (Foto Ing. Höger)

Mit dem Wasserrettungsboot wurden Atemschutztrupps zur Brandbekämpfung im Innenraum der MS Schmittenhöhe gebracht werden.

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Mit dem Wasserrettungsboot wurden Atemschutztrupps zur Brandbekämpfung im Innenraum der MS Schmittenhöhe gebracht werden.

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Mit Atemschutz wurden Personen aus dem Innenraum gerettet und an die Wasserrettungsboote zum Transport übergeben!

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Personen die in Panik ins Wasser gesprungen waren wurden durch die Besatzungen der Wasserrettungsboote gerettet, aufgenommen und transportiert!


Eckdaten Samariterbund Wasserrettung Zell am See 

gegründet: 

1971 als ÖWR Zell am See, 1973 als ASBÖ Gruppe übernommen 

Standort: 

Strandbad Seespitz, Südufer Zeller See 

Fuhrpark: 

2 Motorboote am See, 1 Aluruderboot für Hochwassereinsätze, 1 Mannschaftstransportwagen 

Einsatzgebiet: 

Zeller See, bei Alarmierung im ganzen Bezirk 

 Mitglieder: 

26, alle ehrenamtlich

 

Ausbildungen:

·         alle Rettungsschwimmer mit Fließwasserausbildung

·         Taucher: 22 (inkl. 1 Tauchlehrer)

·         Bootsführer: 26 (inkl. 3 Kapitäne)

·         Sanitätsdienst: 4 Rettungssanitäter, 20 erweiterte Ersthelfer

 

Aufgabengebiete:

Helfen – Retten – Bergen – Schützen im, am und unter Wasser!

 

In Einsatz bringen und sichern von Spezialeinsatzkräften (FFW, Notarzt, Höhlenretter, etc.)

Ausbildungen zur Sicherheit am, im und unter Wasser für verschiedene Bedarfsträger (FFW, Bademeister, Rotes Kreuz, …)

 

 

Jahresleistungen (im Durchschnitt der letzten 5 Jahre)

 

·         8500 Freiwilligenstunden gesamt

·        3100 Einsatzstunden

·        3300 Ausbildungsstunden 

·        120 Trainings/Übungen pro Jahr 

·        150 Einsätze/Aufträge pro Jahr

            davon

Ø  35 Alarmierungen

Ø  25 Überwachungen

Ø  20 eigene Veranstaltungen (Besuche von Schulen, Schnuppertauchen, Christbaumtauchen, Wasserrettungsfest, …)

Ø  85 technische Einsätze (Gerätesuchen, Bergungen, Veranstaltungsunterstützungen, …)